110 Mitarbeiter betroffen - Maschinenhersteller in dritter Generation insolvent
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Medienbericht über Torwart-Knaller — Neuer-Comeback für die WM entschieden 110 Mitarbeiter betroffen: Maschinenhersteller in dritter Generation insolvent Plaidt – Hohe Produktionskosten und zu wenige Aufträge zwingen das Familienunternehmen in die Insolvenz. Seit 70 Jahren gibt es den Maschinenbauspezialisten Antriebstechnik Saftig schon. 110 Mitarbeiter bangen dort jetzt um ihre Arbeitsplätze. Drei Standorte hat der Hersteller: in Plaidt, Saffig und Kottenheim (Rheinland-Pfalz). Laut eigenen Angaben zählt der Maschinenbauer mehr als 400 Kunden und 3000 Aufträge jährlich, verkauft 25.000 Artikel pro Jahr. Doch offenbar reichte das zuletzt nicht mehr aus, um sich über Wasser zu halten. Die Aufträge gingen zurück, weil Kunden in der aktuellen Wirtschaftskrise vor größeren Neuinvestitionen zurückschrecken. Das führte dazu, dass die Produktion nicht ausgelastet war, die Kosten aber trotzdem hoch. So geriet das Unternehmen in finanzielle Schieflage. Am 12. Mai eröffnete das Amtsgericht Mayen das vorläufige Insolvenzverfahren. Das wird aus den Gehältern der Mitarbeiter Rechtsanwalt Jens Lieser wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt und versucht nun mit seinem Team, das Unternehmen wieder wirtschaftlich zu machen. Aktuell läuft der Betrieb an allen drei Standorten uneingeschränkt weiter. Die Mitarbeiter wurden von der Geschäftsleitung auf einer Betriebsversammlung über die aktuelle Situation und die nächsten Schritte informiert. Ihre Gehälter sind laut Lieser über das Insolvenzgeld bis einschließlich Juni gesichert. Lieser: „Unser Ziel ist es nun, gemeinsam mit der Geschäftsführung und den Beschäftigten die wirtschaftliche Situation sorgfältig zu analysieren und die vorhandenen Sanierungschancen auszuloten. Die Antriebstechnik Saftig GmbH verfügt über langjährige Marktkenntnis, technisches Spezialwissen und etablierte Kundenbeziehungen. Darauf lässt sich aufbauen.“ Geschäftsführer kämpft für Erhalt der Firma Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern will Geschäftsführer Nico Saftig für den Fortbestand des Unternehmens kämpfen, das er in dritter Generation führt: „Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam zusammenzustehen und den laufenden Geschäftsbetrieb zuverlässig fortzuführen. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bei unserer Belegschaft bedanken“, sagt er. Auch Insolvenzverwalter Lieser zeigt sich optimistisch: „In den kommenden Wochen werden wir intensive Gespräche mit Kunden, Lieferanten und weiteren Beteiligten führen, um tragfähige Perspektiven für das Unternehmen zu entwickeln.“
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