Gehört zur berühmten Zeiss-Gruppe - Medizintechnik-Firma will 1000 Stellen streichen
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Gehört zur berühmten Zeiss-Gruppe: Medizintechnik-Firma will 1000 Stellen streichen Die Krise trifft jetzt auch einen deutschen Hightech-Riesen: Die Zeiss-Gruppe mit Wurzeln in Jena und Stammsitz in Oberkochen zählt weltweit zu den wichtigsten Technologiekonzernen für Optik und Photonik. Doch die angespannte Wirtschaftslage geht auch an dem Traditionsunternehmen nicht spurlos vorbei. Bereits Ende 2025 hatte Zeiss die Belegschaft auf schwierige Zeiten eingeschworen. Nun wird es konkret: Ein Unternehmen der Gruppe muss bis zu 1000 Arbeitsplätze streichen. Carl Zeiss Meditec, mehrheitlich im Besitz der Carl Zeiss AG (59,1 Prozent), stellt medizintechnische Instrumente her. In einer Pressemitteilung vom 12. Mai kündigt das Unternehmen ein umfassendes Maßnahmenpaket an. Das Ziel: Profitabilität und Wachstum stärken. Deshalb werden die Stellen gestrichen Das Geschäft der Carl Zeiss Meditec AG ist in zwei Bereiche gegliedert: Augenheilkunde und Operationsmikroskope. Beide Sparten blieben im ersten Halbjahr 2026 unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt sank der Umsatz im Vergleich um 5,7 Prozent. „Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket handeln wir jetzt, um die Kostenstruktur zu verbessern, die Ertragskraft zu stärken und Spielraum für Investitionen in Wachstum und Innovation zu schaffen“, erklärt Finanzvorstand Justus Felix Wehmer. Geplant sei unter anderem, Teile des Geschäfts ins kostengünstigere Ausland zu verlagern. Zudem will das Unternehmen beim Einkauf sparen und weniger profitable Produkte aus dem Portfolio streichen. In den kommenden drei Jahren könnten weltweit bis zu 1000 Mitarbeiter vom Stellenabbau betroffen sein. „Diese Entscheidungen sind schmerzhaft, jedoch unumgänglich, um uns auch in Zukunft wettbewerbsfähig und langfristig erfolgreich aufzustellen“, betont Zeiss-Vorstandschef Andreas Pecher (56). Billig wird der Umbau nicht: Für das Sparpaket rechnet Zeiss Meditec mit Kosten von bis zu 150 Millionen Euro. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
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