Försterling übernimmt Führung - Abenteuer-Golf im Hagel-Sturm
BildImage: Bild
Försterling übernimmt Führung: Abenteuer-Golf im Hagel-Sturm Sie schaffte schon einmal etwas Historisches. Vor zwei Jahren gewann Golf-Profi Alexandra Försterling (26) das „Amundi German Masters“ am Seddiner See. Die Berlinerin war damit die erste Deutsche seit Gründung der Ladies European Tour (LET) im Jahr 1979, die ein Heim-Turnier gewinnen konnte! Inzwischen wird das Turnier auf der Green-Eagle-Anlage vor den Toren Hamburgs gespielt. Dort kann Försterling ihren Triumph jetzt am Sonntag wiederholen! An Tag drei zauberte der Harry-Potter-Fan zwischen Hagel, Regengüssen und Sonne mit 69 Schlägen (-4) die beste Runde der verbliebenen 63 Damen auf den extrem langen Nordkurs in Winsen/Luhe. Und übernahm mit insgesamt zehn Schlägen unter Par die Führung. „Ich freue mich natürlich riesig darüber, dass es gerade so gut läuft und ich so konstant spiele“, sagte Försterling. „Ich werde einfach versuchen, genauso weiterzumachen, mich nicht aus dem Rhythmus bringen zu lassen und Spaß zu haben. Es würde mir natürlich sehr viel bedeuten, morgen ganz vorne zu landen – gerade nach der etwas schwierigeren Phase im letzten Jahr mit mentalen Themen und auch kleineren Verletzungen. Das war nicht einfach.“ Golf: Amundi German Masters: Alexandra Försterling übernimmt vorm Abschluss-Tag die Führung Vor der Abschlussrunde auf dem „Grünen Monster“ hat Försterling zwei Schläge Vorsprung auf Sara Kouskova (26/Tschechien) und Lokalmatadorin Chiara Noja (29/beide -8). Noja erlitt im Dezember einen Bandscheibenvorfall im Nacken und zeigt bei ihrer Rückkehr auf die Tour starkes Golf: „Nach der langen Pause bin ich, ehrlich gesagt, auch ein bisschen stolz auf mich. Ich hätte nicht unbedingt damit gerechnet, in dieser Position zu sein, deshalb bin ich positiv überrascht.“ Auch dank ihres Vaters! Noja: „Er ist diese Woche als Caddie dabei, was mir sehr hilft. Wir haben vereinbart, dass ich unabhängig vom Ergebnis positiv bleibe, lächle und die Atmosphäre genieße. Diese Einstellung hat mir sehr geholfen.“ Olympia-Heldin Esther Henseleit (27) durchlebte dagegen einen frösteligen Tag. Und das nicht nur, weil die Greens zeitweise mit Hagelkörnern bedeckt waren! Auf den ersten neun Löchern fiel sie von Platz 1 zurück und rutschte am Ende mit ihrer bisher schlechtesten Runde (77 Schläge) auf den geteilten sechsten Rang (-5). Eine Position davor hält Leonie Harm (28/Stuttgart) nach einer soliden Par-Runde ebenfalls Kontakt zur Spitze. „Golf ist natürlich ein total wilder Sport“, sagte sie nach ihrem April-Wetter-Tag. „Da sind wirklich Sachen dabei, das glaubt man mir nicht. Heute hat mir mein Putter den Hintern gerettet. Es war ein Abenteuer.“
Originalartikel lesen
Besuchen Sie die Quelle für den vollständigen Artikel.