Hamburger Gerichtsurteil: Private Krankenkasse muss Cannabis-Therapie finanzieren
Urteil aus Hamburg - Private Krankenkasse muss Cannabis-Therapie zahlen
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Ein Gericht in Hamburg hat entschieden, dass eine private Krankenversicherung die Kosten für eine Cannabis-Therapie übernehmen muss, wenn herkömmliche Schmerztherapien versagen. Dies betrifft insbesondere einen ehemaligen Polizisten mit chronischen Schulterschmerzen, dessen Behandlungskosten über 19.000 Euro betragen.
- 01Das Landgericht Hamburg entschied zugunsten eines Klägers, der Cannabis zur Schmerztherapie benötigte.
- 02Die private Krankenversicherung muss die Kosten übernehmen, wenn herkömmliche Therapien nicht wirken.
- 03Im konkreten Fall ging es um einen ehemaligen Polizisten mit chronischen Schmerzen nach einem Dienstunfall.
- 04Die Therapie war notwendig, obwohl die Studienlage nicht umfassend war.
- 05Versicherte sollten rechtlichen Rat einholen, wenn ihre Versicherung die Kosten verweigert.
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Ein Urteil des Landgerichts Hamburg hat festgelegt, dass private Krankenversicherungen die Kosten für Cannabis-Therapien übernehmen müssen, wenn traditionelle Schmerzbehandlungen nicht erfolgreich sind. Im konkreten Fall ging es um einen ehemaligen Polizisten, der nach einem Dienstunfall im Jahr 2007 an chronischen Schulterschmerzen litt. Trotz des Einsatzes von Opioiden und Muskelrelaxanzien, die starke Nebenwirkungen wie Leberschäden und Suchtgefahr mit sich brachten, blieb eine Schmerzlinderung aus. Erst die ärztlich verordnete Cannabis-Therapie brachte ihm Erleichterung. Die staatliche Beihilfe übernahm bereits 70 Prozent der Kosten, doch die private Krankenversicherung weigerte sich zunächst, die restlichen Kosten von über 19.000 Euro zu erstatten, mit der Begründung, die Therapie sei nicht medizinisch notwendig. Das Gericht entschied jedoch, dass auch ohne umfassende Studienlage die Therapie als medizinisch notwendig anerkannt werden kann. Swen Walentowski von „anwaltauskunft.de“ betont, dass private Krankenversicherungen zur Kostenerstattung verpflichtet sind, wenn Cannabis eine wirksame Alternative darstellt. Versicherte sollten rechtlichen Rat einholen, wenn ihre Versicherung die Zahlung verweigert.
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Das Urteil könnte dazu führen, dass mehr Patienten mit chronischen Schmerzen Cannabis-Therapien in Anspruch nehmen können, wenn herkömmliche Behandlungen versagen.
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