Überall Polizei, Sperrzonen - Wien wegen ESC im Ausnahmezustand
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Israel-Teilnahme sorgt für massive Sicherheitsvorkehrungen: Wien wegen ESC im Ausnahmezustand Wien – Österreichs Hauptstadt erlebt ein historisches Wochenende: Das Finale des Eurovision Song Contests (ESC) steht an – und mit ihm massive Sicherheitsvorkehrungen auf den Straßen. Doch die Wiener Polizei beruhigt: Die Lage sei „sehr ruhig“, so ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Diese Ruhe habe die gesamte ESC-Woche über angehalten. Trotzdem ist das Sicherheitsaufgebot gewaltig. Polizisten und Spezialeinheiten sind rund um die Wiener Stadthalle im Einsatz, wo am Samstagabend das große Finale der 70. ESC-Ausgabe steigt. Um die Halle wurde eine Sicherheitszone errichtet – Zutritt nur für Teilnehmer, Ticketinhaber und Anwohner. Drohnenflüge in der Umgebung sind strikt verboten. Der Grund für die Alarmstufe ist ernst: Österreichs Innenministerium hat die vierthöchste von fünf Terrorwarnstufen ausgerufen – eine Einstufung, die seit Oktober 2023 gilt, seit dem Massaker der Hamas-Terroristen und anderer Terrororganisationen an israelischen Zivilisten. Wie real das Risiko bei Großevents ist, zeigte ein vereitelter mutmaßlicher Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien im Jahr 2024. Pro-Israel-Flashmob mit 200 Fans Knapp 2000 Menschen demonstrierten am Nachmittag trotz schlechten Wetters gegen Israels Teilnahme am ESC. Sie zogen in Richtung Stadthalle und schwenkten Palästina-Flaggen. Doch Wien zeigte auch ein anderes Gesicht: Bei einem Flashmob am Donnerstag stellten sich rund 200 ESC-Fans klar auf die Seite Israels. Mit Israel-Flaggen erklärten sie ihre Unterstützung für den israelischen Teilnehmer Noam Bettan und prangerten den „Boykott-Wahnsinn“ an. Auch eine Kundgebung gegen Judenhass und Antizionismus war für den Samstag geplant. Hintergrund der Anfeindungen gegen Israel ist der Gaza-Krieg – eine direkte Folge des Hamas-Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023. Mehrere Länder boykottieren deshalb den ESC: Sie schicken weder Kandidaten nach Wien, noch übertragen sie das Finale im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
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