Weltweite Reserven laufen leer - Neue Öl-Angst! Ein Barrel bald 200 Dollar?
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Weltweite Reserven laufen leer: Neue Öl-Angst! Ein Barrel bald 200 Dollar? Houston – Steuert die Weltwirtschaft auf den Öl-Abgrund zu? Die Straße von Hormus bleibt blockiert, die globalen Ölreserven schmelzen dahin. Jetzt warnen Analysten vor dem Schock-Szenario: Brent-Öl könnte bis auf 200 Dollar pro Barrel schießen! Auslöser dafür bleibt der von US-Präsident Donald Trump (79) befohlene Iran-Krieg, wegen dem die Straße von Hormus blockiert bleibt. Vor dem Waffengang liefen rund 20 Millionen Barrel (ca. 159 Liter) pro Tag durch die Meerenge. Jetzt schaffen es nur noch wenige Tanker – mit einem geschätzten Tagesvolumen von 800.000 Barrel. Der wichtigste Öl-Notausgang bleibt die saudische Ost-West-Pipeline zum Roten Meer. Kapazität: rund sieben Millionen Barrel pro Tag. Experte: Puffer am Ölmarkt aufgebraucht Die Versorgungslücke von täglich rund 12,2 Millionen Barrel bleibt damit gewaltig. Weltweite Lagerbestände und die Freigabe von Notreserven federten den Preisschock bisher ab. Doch diese Puffer halten nicht ewig. Ben Cahill, Energieexperte beim Atlantic Council, warnt gegenüber BILD vor der nächsten Preiswelle: „Die Puffer am Ölmarkt sind in den vergangenen 70 Tagen fast aufgebraucht worden“, sagte er. Auch Lagerbestände schrumpften rapide. Die Internationale Energieagentur stellte in ihrem Mai-Bericht fest, dass die globalen Ölbestände im März um 129 Millionen Barrel und im April um weitere 117 Millionen Barrel fielen. Cahills Warnung: „Das kann nur eine begrenzte Zeit so weitergehen!“ Wut an der Zapfsäule könnte wachsen Diese explosive Mischung könnte die Ölpreise weiter nach oben jagen. „Ich sehe eine 50/50-Chance, dass Öl der wichtigsten Sorte Brent 200 Dollar pro Barrel erreicht, bevor die Krise vorbei ist“, glaubt „Seeking Alpha“-Autor Michael Fitzsimmons. Ein solches Schreckensszenario könnte laut „MarketWatch“ zur „Katastrophe für die Weltwirtschaft“ werden. Analysten warnen vor einer „Klippe“ mit explodierenden Preisen, Versorgungsengpässen und Flugchaos – besonders während der Sommerreisezeit. Ölmultis wittern Rekordgewinne Was Autofahrer an der Zapfsäule wütend macht, ist deshalb womöglich nur der Anfang: In den USA stiegen die Benzinpreise seit Beginn des Iran-Kriegs bereits um rund 50 Prozent. Bei den Ölkonzernen gibt es ebenfalls kräftige Zuwächse – bei den Profiten! Besonders für die drei größten US-Ölgiganten: Chevron, Exxon Mobil und ConocoPhillips, bekannt als „Big 3“. Der Investorendienst „Seeking Alpha“ erwartet sogar den größten Öl-Bullenmarkt aller Zeiten. Heißt: Das große Gewinnsprudeln dürfte erst noch kommen! Die „Big 3“ profitieren gleich doppelt: Ihre Fördergebiete liegen großteils fern der Krisenzone – etwa im Permian Basin in Texas, in Guyana, Venezuela oder Alaska. Trotzdem kassieren sie den hohen Weltmarktpreis. Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
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