Finanzen, Spieler, Trainer - Das bedeutet der Abstieg für den FC St. Pauli
BildImage: Bild
Finanzen, Spieler, Trainer: Das bedeutet der Abstieg für den FC St. Pauli Aus und vorbei! Der FC St. Pauli muss nach zwei Jahren in der Bundesliga durch die 1:3-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg als Tabellenletzter wieder in die 2. Liga. Mit nur 26 Punkten geht's raus aus der höchsten deutschen Spielklasse. Nach einem guten Saisonstart kosteten zwei Minus-Serien von jeweils zehn Spielen ohne Sieg die Bundesliga. Der Kiez-Klub muss eine Klasse tiefer den Neuanfang starten. Das bedeutet der Abstieg für den FC St. Pauli Finanziell hat der Abstieg natürlich Folgen. Insgesamt werden um die 17 Mio. Euro TV-Einnahmen fehlen. Bei den Zuschauer-Einnahmen wird es dagegen kaum Veränderungen geben, denn auch in der 2. Liga wird das Stadion meist ausverkauft sein. Und die Tickets werden sicher nicht günstiger werden. Auch im Bereich Sponsoren- und Merchandising-Einnahmen werden keine totalen Einbrüche erwartet. Und: Die 2. Liga ist sportlich-finanziell deutlich günstiger, gerade durch geringeren Kader-Kosten für die Profis. Einen totalen finanziellen Einbruch wird es bei St. Pauli nicht geben. Präsident Oke Göttlich (50) hat bereits angekündigt, dass die geplanten Investitionen (Stadion, Trainingszentrum) auch unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit mit den Geldern aus dem Genossenschaftsmodell, das dem Verein rund 29 Mio. Euro Zusatzeinnahmen einbrachte, getätigt werden. Der Profi-Kader wird für die 2. Liga anders aussehen, aber nicht komplett neu. Das Gros der Spieler hat auch Verträge für den Abstiegsfall. Torhüter Nikola Vasilj wird gehen, hat seinen Abschied direkt nach Schlusspfiff verkündet. Er hätte nur einen weiterlaufenden Vertrag für die Bundesliga gehabt. Sein Nachfolger steht mit Ben Voll aber schon in den Startlöchern. Bei den Feldspielern wird erwartet, dass Eric Smith für eine entsprechende Ablöse den Verein verlässt. Danel Sinani (Vertrag läuft aus) ist ein Abwanderungskandidat. Auch der Vertrag von Karol Mets (33) läuft aus. Ausgang offen. Die Leih-Geschäfte mit Stürmer Andréas Hountondji (Burnley FC), James Sands (New York City) und Emil Gazdov (Montreal) enden. Mit Scott Banks (Barnsley) und Erik Ahlstrand (Almelo) kommen zwei Leihspieler zurück. Mit Sam Klein (Brisbane) steht der erste Neuzugang bereits fest. Trainer Alexander Blessin (52) hat zwar auch für die 2. Liga einen gültigen Vertrag, aber es ist offen, ob es dazu kommt. Der Coach selbst hat sich bisher nicht über einen Verbleib bei Abstieg geäußert. Das wird in den nächsten Tagen oder Wochen erwartet. Blessin: „Es werden Gespräche geführt.“ Auch von Vereinsseite in Form von Sportchef Andreas Bornemann (54) gab es noch kein klares Statement. Vorstellbar, dass man sich nach dem Scheitern der Mission Klassenerhalt im zweiten Jahr auf eine Trennung verständigt – oder eben doch gemeinsam das Projekt Bundesliga-Rückkehr angeht.
Originalartikel lesen
Besuchen Sie die Quelle für den vollständigen Artikel.