Gesundheitsministerin Warken plant Einschnitte bei Pflegezuschüssen für Gutverdiener
Mehrbelastung von Gutverdienern: Bericht: Warken plant bei Pflege weniger Zuschüsse zu Heimkosten

Image: Ntv
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant eine Reform, die Gutverdiener stärker an den Kosten der Pflegeversicherung beteiligen soll. Geplante Einschnitte bei den Zuschüssen zu Heimkosten könnten sowohl Pflegebedürftige als auch Angehörige belasten. Die Reform könnte bis zu 22,5 Milliarden Euro Defizit in der Pflegeversicherung ausgleichen.
- 01Die Reform sieht eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze für Gutverdiener vor, um zusätzliche Einnahmen zu generieren.
- 02Pflegebedürftige sollen künftig sechs Monate später höhere Zuschüsse aus der Pflegeversicherung erhalten.
- 03Die Pflegekassen könnten um 1,8 Milliarden Euro entlastet werden, indem weniger Rentenbeiträge für pflegende Angehörige gezahlt werden.
- 04Der Pflege-Beitragssatz für Kinderlose soll um 0,1 Prozentpunkte auf insgesamt 0,7 Beitragssatzpunkte steigen.
- 05Warken erwartet ein Defizit von insgesamt 22,5 Milliarden Euro in der Pflegeversicherung in den nächsten zwei Jahren.
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Bundesgesundheitsministerin Nina Warken plant im Rahmen ihrer Pflegereform, die finanzielle Belastung für Gutverdiener zu erhöhen, um das Pflegesystem zu stabilisieren. Laut einem Bericht des Magazins 'Politico' sollen die Zuschüsse zu Heimkosten verringert werden, während Pflegebedürftige künftig sechs Monate später höhere Zuschüsse aus der Pflegeversicherung erhalten. Gutverdiener sollen analog zur Krankenversicherung durch eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze zur Kasse gebeten werden, was im kommenden Jahr 1,6 Milliarden Euro und in den folgenden zwei Jahren jeweils 1,7 Milliarden Euro in die Pflegekassen bringen könnte. Zudem sollen die Pflegekassen durch geringere Rentenbeiträge für pflegende Angehörige um 1,8 Milliarden Euro entlastet werden, was bis 2030 auf 2,1 Milliarden Euro steigen könnte. Der Beitragssatz für kinderlose Versicherte soll um 0,1 Prozentpunkte auf 0,7 steigen. Warken rechnet mit einem Defizit von 22,5 Milliarden Euro in der Pflegeversicherung in den nächsten zwei Jahren, weshalb diese Reform notwendig ist, auch wenn die genauen Schritte innerhalb der Regierungskoalition umstritten sind.
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Die Reform könnte die finanzielle Belastung für Gutverdiener erhöhen und die Zuschüsse für Pflegebedürftige verringern.
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