Bundesfamilienministerin Prien erwägt Kürzung der Elterngeld-Bezugsdauer für höhere Zahlungen
Im Gegenzug für höhere Zahlungen: Prien kann sich Kürzung der Elterngeld-Bezugsdauer vorstellen

Image: Ntv
Bundesfamilienministerin Karin Prien plant eine mögliche Kürzung der Bezugsdauer des Elterngelds, um die monatlichen Zahlungen zu erhöhen. Derzeit können Paare 14 Monate Elterngeld beziehen, wobei Prien eine Erhöhung der Lohnersatzrate und eine stärkere Beteiligung von Vätern an der Elternzeit fordert.
- 01Karin Prien erwägt eine Verkürzung der Elterngeld-Bezugsdauer im Austausch für höhere monatliche Zahlungen.
- 02Derzeit beträgt die Lohnersatzrate 65% des Nettoeinkommens, mit einem Mindestbetrag von 300 Euro und einem Höchstbetrag von 1800 Euro.
- 03Paare können derzeit insgesamt 14 Monate Elterngeld beziehen, wobei mindestens zwei Monate von einem Elternteil genommen werden müssen.
- 04Prien plant, dass Väter künftig mehr als zwei Monate Elternzeit nehmen müssen, um den vollen Bezugsraum zu nutzen.
- 05Die Kürzung der Bezugsdauer steht im Kontext einer milliardenschweren Finanzierungslücke im Bundeshaushalt für 2027.
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Bundesfamilienministerin Karin Prien hat in einem Podcast des Portals Politico erklärt, dass sie sich eine Verkürzung der Bezugsdauer des Elterngelds vorstellen kann, um die monatlichen Zahlungen zu erhöhen. Derzeit können Paare insgesamt 14 Monate Elterngeld beziehen, wobei mindestens zwei Monate von einem Elternteil genommen werden müssen. Prien schlägt vor, die Lohnersatzrate, die derzeit bei 65 Prozent des Nettoeinkommens liegt, anzuheben. Zudem fordert sie eine stärkere Beteiligung von Vätern an der Elternzeit, sodass diese in Zukunft mehr als zwei Monate nehmen müssen, um den vollen Bezugsraum ausschöpfen zu können. Diese Überlegungen sind Teil des Koalitionsvertrags, der Anreize für eine partnerschaftlichere Aufteilung der Elternzeit vorsieht. Allerdings gibt es Widerstand gegen eine Verkürzung der maximalen Bezugsdauer eines Elternteils, meist der Mütter, auf unter zwölf Monate. Hintergrund dieser Diskussion ist eine Finanzierungslücke im Bundeshaushalt für 2027, die Prien dazu zwingt, 500 Millionen Euro in ihrem Etat einzusparen, wobei das Elterngeld der größte Ausgabenposten ist.
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Die geplanten Änderungen könnten die finanzielle Situation von Familien mit Neugeborenen beeinflussen.
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