Italien verbietet Sexualkunde in Grundschulen und fordert elterliche Zustimmung
Warnung vor "Gender-Propaganda": Italiens Regierung sagt Sexualkunde den Kampf an

Image: Ntv
Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat ein Gesetz verabschiedet, das Sexualkunde in Grundschulen verbietet und die ausdrückliche Zustimmung der Eltern für den Unterricht in höheren Klassen verlangt. Kritiker warnen, dass dies Kinder in Fragen der Sexualität allein lässt.
- 01Das neue Gesetz wurde mit der Mehrheit der rechten Koalition im Senat und der Abgeordnetenkammer verabschiedet.
- 02In Grundschulen ist Sexualkunde künftig vollständig verboten, während in höheren Klassen die Zustimmung der Eltern erforderlich ist.
- 03Bildungsminister Giuseppe Valditara bezeichnete Sexualkunde als 'Gender-Propaganda' und betonte die Rückgabe der Entscheidungsmacht an die Eltern.
- 04Schulen müssen mindestens eine Woche vor Unterrichtsbeginn eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern einholen.
- 05Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern ist Sexualkunde in Italien bislang kein fester Bestandteil des Lehrplans.
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Die italienische Regierung unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das Sexualkunde in Grundschulen vollständig verbietet und für den Unterricht in höheren Klassen die ausdrückliche Zustimmung der Eltern vorschreibt. Dieses Gesetz wurde von der rechten Koalition, die eine Mehrheit im Parlament hat, sowohl im Senat als auch in der Abgeordnetenkammer genehmigt. Bildungsminister Giuseppe Valditara von der rechtspopulistischen Lega bezeichnete Sexualkunde als 'Gender-Propaganda' und argumentierte, dass die Entscheidung über die Teilnahme an diesem Unterricht den Eltern überlassen werden sollte. Kritiker aus der Opposition warnen jedoch, dass Kinder dadurch in wichtigen Fragen zur Sexualität allein gelassen werden. Das Gesetz sieht vor, dass Schulen mindestens eine Woche vor dem Unterrichtsbeginn eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern einholen müssen. In Deutschland hingegen ist Sexualkunde für alle Schüler verpflichtend und umfasst nicht nur biologische Fakten, sondern auch Themen wie Gefühle, Verhütung und sexuelle Identität.
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Das Gesetz könnte die sexuelle Aufklärung von Kindern in Italien stark einschränken.
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