Schweizer Studie zeigt: Hantavirus kann jahrelang im Sperma überleben
Schweizer Studie alarmiert - Hantavirus überlebt jahrelang im Sperma
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Eine neue Studie aus der Schweiz zeigt, dass das Hantavirus bis zu 71 Monate nach einer Infektion im Sperma nachweisbar sein kann, was eine mögliche sexuelle Übertragung nahelegt. Die Forschung, durchgeführt vom Spiez-Labor, beleuchtet die Risiken und fordert strengere Safe-Sex-Regeln für ehemalige Patienten.
- 01Das Hantavirus wurde bei einem 55-jährigen Schweizer Mann 71 Monate nach der Infektion im Sperma nachgewiesen.
- 02Im Blut, Urin und in den Atemwegen des Mannes konnten keine Virusspuren mehr gefunden werden.
- 03Die Hoden gelten als immunologisch geschützter Bereich, wo das Virus sich verstecken kann.
- 04Gesundheitsexperten fordern Maßnahmen ähnlich wie bei Ebola, einschließlich regelmäßiger Spermatests.
- 05Ein kürzlicher Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff 'MV Hondius' hat die Diskussion über die Gefahren des Virus neu entfacht.
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Eine alarmierende Studie aus der Schweiz hat gezeigt, dass das Hantavirus bis zu 71 Monate nach einer Infektion im Sperma eines Mannes nachweisbar sein kann. Dies deutet darauf hin, dass eine sexuelle Übertragung möglich ist, auch wenn keine Virusspuren mehr im Blut oder Urin gefunden wurden. Die Untersuchung wurde vom Spiez-Labor, einem staatlichen Spezialinstitut für biologische und chemische Gefahren, durchgeführt und im Fachjournal „Viruses“ veröffentlicht. Der betroffene Mann, heute 55 Jahre alt, hatte sich während einer Reise in Südamerika mit dem Andes-Hantavirus infiziert. Die Forscher vermuten, dass das Virus in den Hoden „versteckt“ bleibt, was als immunologisch geschützter Bereich gilt. Angesichts dieser Erkenntnisse fordern Gesundheitsexperten strengere Safe-Sex-Regeln für ehemalige Patienten, ähnlich den Empfehlungen für Ebola-Überlebende. Diese beinhalten regelmäßige Spermatests und die Verwendung von Kondomen, bis keine Virusspuren mehr nachweisbar sind. Ein kürzlicher Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ mit acht bestätigten Fällen hat die Diskussion über die Gefahren des Virus weiter angeheizt. Hantaviren werden normalerweise durch Nagetiere übertragen und können grippeähnliche Symptome sowie schwere Lungen- und Herzprobleme verursachen.
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Die Studie könnte die Gesundheitsrichtlinien für ehemalige Hantavirus-Patienten beeinflussen und die Notwendigkeit für regelmäßige Tests und Safe-Sex-Praktiken betonen.
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