Österreichische Ermittlungen gegen 'Wochenend-Scharfschützen' aus Sarajevo
Für Schüsse auf Menschen gezahlt: Österreich ermittelt gegen "Wochenend-Scharfschützen" von Sarajevo

Image: Ntv
Österreich ermittelt gegen zwei Verdächtige, die während der Belagerung von Sarajevo zwischen 1993 und 1995 als 'Wochenend-Scharfschützen' auf Zivilisten geschossen haben sollen. Diese 'Kriegstouristen' zahlten hohe Summen, um auf unschuldige Menschen zu schießen. Ex-Justizministerin Alma Zadic fordert eine lückenlose Untersuchung dieser mutmaßlichen Kriegsverbrechen.
- 01Die Ermittlungen richten sich gegen einen österreichischen Staatsbürger und einen nicht identifizierten Verdächtigen.
- 02Die Reisen dieser 'Wochenend-Scharfschützen' wurden von einem Unternehmen in Mailand organisiert.
- 03Die Kunden waren meist wohlhabende Europäer über 50 Jahre, darunter aus Italien, Frankreich, Belgien, der Schweiz und Russland.
- 04Die ehemalige Bürgermeisterin von Sarajevo, Benjamina Karic, erstattete Anzeige nach dem Dokumentarfilm 'Sarajevo Safari'.
- 05Die Belagerung Sarajevos führte zu etwa 11.500 Toten und mehr als 50.000 Verletzten.
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Österreichische Ermittler haben ein Verfahren gegen zwei Verdächtige eingeleitet, die angeblich während der Belagerung von Sarajevo zwischen 1993 und 1995 als 'Wochenend-Scharfschützen' auf Zivilisten geschossen haben. Diese 'Kriegstouristen' sollen hohe Beträge gezahlt haben, um gezielt auf Menschen, einschließlich Kinder, zu schießen. Die Ermittlungen wurden am 25. April 2023 eingeleitet, nachdem der Dokumentarfilm 'Sarajevo Safari' von Miran Zupanic im Jahr 2022 die Diskussion über solche Praktiken angestoßen hatte. Laut dem italienischen Journalisten Ezio Gavazzeni, der in seinem Buch 'I Cecchini del Weekend' über diese Vorfälle berichtet, waren die Schützen überwiegend wohlhabende Europäer über 50 Jahre. Die ehemalige österreichische Justizministerin Alma Zadic betonte die Schwere der Vorwürfe und forderte eine umfassende Untersuchung dieser mutmaßlichen Kriegsverbrechen. Die Belagerung Sarajevos, die von April 1992 bis November 1995 dauerte, gilt als eine der dramatischsten Phasen des Bosnien-Kriegs, in der Tausende von Zivilisten ums Leben kamen und viele verletzt wurden.
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Die Ermittlungen könnten zu einer rechtlichen Aufarbeitung von Kriegsverbrechen führen und das Bewusstsein für die Gräueltaten während des Bosnien-Kriegs schärfen.
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