Katherina Reiche plant Diversifizierung von Öllieferungen zur Stärkung der Energieinfrastruktur
Reiche will neue Öllieferungen erschließen und fossile Energieinfrastruktur stärken
WeltImage: Welt
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte an, neue Öllieferungen zu erschließen und die fossile Energieinfrastruktur in Deutschland zu stärken. Dies ist eine Reaktion auf die Energiekrise, die durch geopolitische Spannungen, insbesondere im Iran, verstärkt wurde. Die Ministerin betonte die Bedeutung von Raffinerien für die deutsche Wirtschaft.
- 01Katherina Reiche will die Diversifizierung der Öllieferungen vorantreiben.
- 02Die Resilienz der fossilen Infrastruktur, insbesondere Raffinerien, soll gestärkt werden.
- 03Preiserhöhungen bei Kerosin und Lebensmitteln sind bereits spürbar.
- 04Reiche lehnt staatliche Subventionen für Kerosin ab.
- 05Die wirtschaftliche Lage ist angespannt, und die 1000-Euro-Entlastungspraemie wird kritisch betrachtet.
Advertisement
In-Article Ad
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat angekündigt, neue Öllieferungen zu erschließen und die Widerstandsfähigkeit der fossilen Energieinfrastruktur in Deutschland zu stärken. In einem Interview mit WELT AM SONNTAG betonte sie die Notwendigkeit, alle Optionen zur Diversifizierung der Rohöllieferungen zu nutzen, da der Energiemix des Landes nach wie vor zu etwa 60 Prozent aus Öl und Gas besteht. Die Blockade der Straße von Hormus hat zu erheblichen Preisaufschlägen geführt, was auch die Kosten für Lebensmittel und Flugreisen betrifft. Der Preis für Kerosin hat sich seit Beginn des Iran-Kriegs verdoppelt, was bereits zu Streichungen von Zehntausenden von Flügen bei Fluggesellschaften wie Lufthansa geführt hat. Reiche lehnt staatliche Eingriffe zur Subventionierung von Kerosin ab, da dies das Preissignal verzerren würde. Sie zeigte Verständnis für die Kritik an der 1000-Euro-Entlastungspraemie, die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zahlen können, und wies darauf hin, dass die wirtschaftliche Lage heute angespannt ist. Zudem äußerte sie sich zur Energieversorgung der Raffinerie PCK in Schwedt, die mehrheitlich im Besitz des russischen Staatskonzerns Rosneft ist, und betonte, dass Deutschland nicht mit leeren Händen dastehe. Reiche kündigte Gespräche mit Polen und Kasachstan an, um die Rohstoffversorgung zu sichern.
Advertisement
In-Article Ad
Die geplanten Maßnahmen könnten dazu führen, dass die Preise für Energie und Lebensmittel stabiler bleiben, aber auch die Kosten für Flugreisen und Heizungen steigen könnten. Unternehmen und Verbraucher müssen sich auf mögliche Preissteigerungen einstellen.
Advertisement
In-Article Ad
Reader Poll
Wie sollten die deutschen Behörden auf die steigenden Energiepreise reagieren?
Connecting to poll...
More about Bundesnetzagentur
Originalartikel lesen
Besuchen Sie die Quelle für den vollständigen Artikel.


