Rosneft verklagt Bundesregierung wegen Treuhandverwaltung in Deutschland
Streit um PCK-Raffinerie – Russischer Staatskonzern Rosneft verklagt Bundesregierung
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Der russische Ölkonzern Rosneft hat beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Klage gegen die Treuhandverwaltung seiner deutschen Tochtergesellschaften eingereicht. Diese Maßnahme, die im Februar 2023 von der Bundesregierung angeordnet wurde, soll sicherstellen, dass die Unternehmen nicht unter EU-Sanktionen fallen. Die rechtlichen Implikationen dieser Entscheidung sind umstritten.
- 01Rosneft klagt gegen die Treuhandverwaltung seiner deutschen Tochtergesellschaften.
- 02Die Bundesregierung ordnete die Treuhand im Februar 2023 an, um EU-Sanktionen zu vermeiden.
- 03Die neue Treuhandverwaltung ist dauerhaft und muss nicht alle sechs Monate verlängert werden.
- 04Juristen und Politiker äußern Bedenken hinsichtlich der rechtlichen Risiken dieser Maßnahme.
- 05Die Bundesregierung könnte eine Enteignung in Erwägung ziehen, um den Betrieb der Raffinerie zu sichern.
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Der russische Ölkonzern Rosneft hat am 30. März 2023 beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Klage gegen die Treuhandverwaltung seiner deutschen Tochtergesellschaften eingereicht. Diese Treuhandverwaltung wurde von der Bundesregierung am 27. Februar 2023 angeordnet, um sicherzustellen, dass die Rosneft-Tochtergesellschaften, insbesondere die Mehrheitseigentümer der PCK-Raffinerie in Schwedt, nicht unter EU-Sanktionen fallen. Die neue Regelung basiert nicht mehr auf dem Energiesicherungsgesetz, sondern auf dem Außenwirtschaftsgesetz, was bedeutet, dass die staatliche Kontrolle über die Unternehmen dauerhaft gilt, solange die Sanktionen bestehen. Juristen kritisieren die rechtlichen Implikationen dieser Maßnahme, da betroffene Unternehmen sich nur bei der erstmaligen Anordnung gegen staatliche Eingriffe wehren können. Der Bundestagsabgeordnete Michael Kellner von den Grünen hat die Bundesregierung aufgefordert, eine Enteignung in Betracht zu ziehen, um den Betrieb der Raffinerie und die Arbeitsplätze zu sichern. Rosneft hatte bereits 2022 gegen eine frühere Treuhandverwaltung geklagt, blieb jedoch erfolglos. Die Bundesregierung hat auf Anfragen zu dieser Klage bislang nicht reagiert.
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Die Klage von Rosneft könnte Auswirkungen auf den Betrieb der PCK-Raffinerie in Schwedt haben, was wiederum die Arbeitsplätze und die Energieversorgung in der Region beeinflussen könnte.
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