Neuer Vorschlag von Finanzminister Klingbeil: Fiktives Realsplitting als Ersatz für Ehegattensplitting
Gegenvorschlag von Klingbeil: Fiktives Realsplitting soll Ehegattensplitting ablösen
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Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat einen Vorschlag zur Ablösung des Ehegattensplittings durch ein fiktives Realsplitting präsentiert. Dieses Modell soll eine flexiblere Steuerverteilung zwischen Partnern ermöglichen, könnte jedoch zu finanziellen Nachteilen für Paare mit stark unterschiedlichen Einkommen führen. Kritiker warnen vor negativen Auswirkungen auf Geringverdienende, vor allem Frauen.
- 01Lars Klingbeil schlägt fiktives Realsplitting als Ersatz für das Ehegattensplitting vor.
- 02Das neue Modell ermöglicht eine flexible Aufteilung eines Freibetrags zwischen Partnern.
- 03Paare mit stark unterschiedlichen Einkommen könnten finanziell schlechter dastehen.
- 04Kritik am Ehegattensplitting zielt auf die Benachteiligung von Geringverdienenden, meist Frauen.
- 05CDU-Familienministerin Karin Prien unterstützt eine Reform des Splittings.
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Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat einen neuen Vorschlag zur Reform des Ehegattensplittings vorgestellt, der ein fiktives Realsplitting vorsieht. Dieses Modell soll es Partnern ermöglichen, einen bestimmten Freibetrag flexibel zu verteilen, um ihre Steuerlast zu optimieren. Der Freibetrag orientiert sich an den maximalen Unterhaltszahlungen, die geschiedene oder getrenntlebende Partner steuerlich absetzen können, derzeit 13.805 Euro. Kritiker befürchten, dass Paare mit einem hohen Einkommensunterschied, wie etwa einem Partner mit 100.000 Euro und dem anderen ohne Einkommen, jährlich bis zu 4.582 Euro weniger Steuervorteile erhalten könnten. Das Ehegattensplitting steht seit Jahren in der Kritik, da es insbesondere Geringverdienenden, häufig Frauen, weniger Anreize zur Erwerbsarbeit bietet. Klingbeil plant, das Ehegattensplitting für zukünftige Ehen abzuschaffen, während CDU-Familienministerin Karin Prien eine Reform des Splittings begrüßt und betont, dass steuerliche Anreize für mehr Vollzeitarbeit von Frauen notwendig sind.
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Das neue Modell könnte insbesondere Geringverdienenden, meist Frauen, die Anreize zur Erwerbsarbeit entziehen und ihre finanzielle Situation verschlechtern.
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