Deutschland verspätet sich bei Umsetzung des EU-Entgelttransparenzgesetzes
Gleiches Gehalt für Frauen: Deutschland verspätet sich beim EU-Entgelttransparenzgesetz

Image: Ntv
Deutschland hat die Frist zur Umsetzung des EU-Entgelttransparenzgesetzes verpasst, was gegen EU-Recht verstößt. Familienministerin Karin Prien kündigte eine vereinfachte Umsetzung bis 2027 an, um die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern zu bekämpfen. Der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen liegt in Deutschland 15,6 % unter dem der Männer.
- 01Deutschland hat die Frist zur Anpassung des nationalen Rechts an das EU-Entgelttransparenzgesetz verpasst, was ab dem 7. Juni 2026 gegen EU-Recht verstößt.
- 02Der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen in Deutschland beträgt 15,6 % weniger als der von Männern, während der EU-weite Unterschied bei 11,1 % liegt.
- 03Familienministerin Karin Prien plant eine bürokratiearme Umsetzung des Gesetzes, die bis Juni 2028 in Kraft treten soll.
- 04Arbeitgeber müssen künftig regelmäßig über die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern berichten und Bewerber frühzeitig über Einstiegsgehälter informieren.
- 05Ein Regierungsgutachten aus 2023 zeigt, dass das bestehende Entgelttransparenzgesetz kaum genutzt wird, da viele Arbeitnehmer Angst vor negativen Konsequenzen haben.
Advertisement
In-Article Ad
Deutschland hat die Frist zur Umsetzung des EU-Entgelttransparenzgesetzes verpasst, was ab dem 7. Juni 2026 einen Verstoß gegen EU-Recht darstellt. Familienministerin Karin Prien kündigte an, dass das nationale Recht bis Anfang 2027 angepasst werden soll, um die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern zu bekämpfen. Der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen liegt in Deutschland laut Eurostat-Daten von 2024 15,6 % unter dem der Männer, während der EU-weite Unterschied bei 11,1 % liegt. Die neuen Regelungen sollen unter anderem verlangen, dass Beschäftigte Auskunft über das durchschnittliche Entgelt für vergleichbare Tätigkeiten erhalten können. Arbeitgeber mit mehr als 100 Beschäftigten sind verpflichtet, regelmäßig über die Entgeltlücke zu berichten und Bewerber frühzeitig über Einstiegsgehälter zu informieren. Prien betonte, dass die Umsetzung bürokratiearm erfolgen müsse, jedoch die wirtschaftliche Lage als Grund für die Verzögerungen genannt wurde. Ein Regierungsgutachten ergab, dass das bestehende Entgelttransparenzgesetz kaum genutzt wird, da viele Arbeitnehmer Angst vor negativen Konsequenzen haben.
Advertisement
In-Article Ad
Die Verzögerung bei der Umsetzung des Entgelttransparenzgesetzes könnte die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern in Deutschland weiter verstärken.
Advertisement
In-Article Ad
Reader Poll
Wie stehen Sie zur Umsetzung des EU-Entgelttransparenzgesetzes in Deutschland?
Connecting to poll...
Originalartikel lesen
Besuchen Sie die Quelle für den vollständigen Artikel.


