Ärztepäsident fordert Stopp des Sparpakets zur Stabilisierung der Krankenkassen
„Nicht mit der Brechstange durchdrücken“ – Ärztepräsident fordert Sparpaket-Stopp vor Sommerpause
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Klaus Reinhardt, der Präsident der Bundesärztekammer, fordert eine Verschiebung des Sparpakets zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen, das vor der Sommerpause verabschiedet werden soll. Er betont die Notwendigkeit einer gründlichen Prüfung der Maßnahmen und schlägt vor, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um tragfähige Alternativkonzepte zu entwickeln.
- 01Klaus Reinhardt fordert einen Aufschub des Sparpakets zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen.
- 02Er betont, dass ein solch weitreichendes Gesetz nicht hastig verabschiedet werden sollte.
- 03Der Gesundheitsministerin wird geraten, alle Beteiligten für die Entwicklung von Alternativkonzepten zusammenzubringen.
- 04Ärzteverbände warnen vor den Folgen der geplanten Einschnitte für die Patientenversorgung.
- 05Der Chef der Techniker Krankenkasse kritisiert die Politik für ihre Nachgiebigkeit gegenüber der Pharmaindustrie.
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Klaus Reinhardt, der Präsident der Bundesärztekammer, hat einen Aufschub für die Verabschiedung des Sparpakets zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen gefordert, das noch vor der parlamentarischen Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden soll. Er äußerte, dass ein so weitreichendes Gesetz nicht mit der Brechstange durchgedrückt werden könne und mahnte an, dass alle Beteiligten ausreichend Zeit benötigen, um die Maßnahmen auf ihre Auswirkungen für die Patientenversorgung zu prüfen. Reinhardt schlug vor, dass die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) alle Beteiligten an einen Tisch bringen sollte, um tragfähige Alternativkonzepte zu entwickeln. Bei der Eröffnung des Deutschen Ärztetags in Hannover wird das geplante Sparpaket im Mittelpunkt der Debatten stehen, das unter anderem Ausgabenbremsen bei den Vergütungen der Praxen und Kliniken vorsieht. Ärzteverbände protestieren gegen die milliardenschweren Einschnitte und warnen vor den negativen Folgen für das Behandlungsangebot. Jens Baas, der Chef der Techniker Krankenkasse, kritisierte zudem, dass die Regierung die Pharmaindustrie schone und nur einen Bruchteil der Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger übernehmen wolle. Er lobte jedoch, dass die Politik erstmals seit über 20 Jahren ernsthaft den starken Ausgabenanstieg durch Einsparungen bei Kliniken, Ärzten und Kassen angehe.
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Die Entscheidung über das Sparpaket könnte erhebliche Auswirkungen auf die Patientenversorgung in Deutschland haben, da Einschnitte bei den Vergütungen der Praxen und Kliniken geplant sind.
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