Hamburgs Gefängnisbehörde setzt auf virtuelles Praktikum zur Rekrutierung von Vollzugsbeamten
Virtuelles Praktikum - Vollzugsbeamte mit Gefängnis-Spiel gesucht
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Die Hamburger Strafvollzugsbehörde hat ein Spiel namens „Vollzughelden“ entwickelt, um potenzielle Mitarbeiter für den Justizvollzugsdienst zu gewinnen. Das Spiel bietet einen spielerischen Einblick in die Aufgaben und Herausforderungen des Berufs, während die Zahl der unbesetzten Stellen in den Hamburger Gefängnissen steigt.
- 01Das Spiel „Vollzughelden“ soll Interesse für Berufe im Justizvollzug wecken.
- 02In Hamburg sind derzeit rund 100 von 1130 Stellen im Vollzugsdienst unbesetzt.
- 03Das Spiel bietet einen unrealistischen Einblick in den Gefängnisalltag.
- 04Ähnliche Ansätze werden auch in Nordrhein-Westfalen verfolgt.
- 05Die Überbelegung in Hamburger Gefängnissen führt zu angespannten Bedingungen.
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Die Hamburger Strafvollzugsbehörde hat das Spiel „Vollzughelden“ ins Leben gerufen, um potenzielle Mitarbeiter für den Justizvollzugsdienst zu gewinnen. Laut Dennis Sulzmann, einem Sprecher der Behörde, soll das Spiel Jobinteressierten einen spielerischen Einblick in die vielfältigen Aufgaben des Justizvollzugs bieten, da Praktika nur in bestimmten Fällen möglich sind. Angesichts von rund 100 unbesetzten Stellen von insgesamt 1130 im Vollzugsdienst ist die Initiative notwendig, um die Bewerberzahlen zu steigern. Das Spiel ermöglicht es den Nutzern, als Avatar durch verschiedene Abteilungen des Gefängnisses zu navigieren und dabei die Arbeitsbedingungen und Resozialisierungsmaßnahmen kennenzulernen. Kritiker bemängeln jedoch, dass das Spiel eine unrealistische und verharmlosende Darstellung des Gefängnisalltags bietet, während die Realität in den Hamburger Gefängnissen oft von Überbelegung und angespannten Verhältnissen geprägt ist. Derzeit sind im Untersuchungsgefängnis 503 Männer untergebracht, was 41 mehr ist als die zulässige Kapazität. Diese Situation führt zu einer hohen Belastung für die Mitarbeiter und die Insassen.
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Die Initiative könnte helfen, die Personalsituation im Hamburger Justizvollzug zu verbessern, was sich positiv auf die Arbeitsbedingungen und die Resozialisierung der Insassen auswirken könnte.
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