Kritik am neuen Gebäudemodernisierungsgesetz: Normenkontrollrat fordert Überarbeitung
Normenkontrollrat rügt Heizgesetz als „handwerklich schwächstes und praxisfernstes Vorhaben“
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Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) hat das vom Bundeskabinett beschlossene Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) scharf kritisiert und als unverständlich sowie praxisfern bezeichnet. NKR-Chef Lutz Goebel fordert eine Überarbeitung des Gesetzes, um zusätzliche Bürokratie und Kosten zu vermeiden und die Vorschläge von Fachverbänden zu berücksichtigen.
- 01Der NKR bezeichnet das GMG als eines der schwächsten Gesetze der letzten Jahre.
- 02Das Gesetz wird als unverständlich und praxisfern kritisiert.
- 03Es verursacht zusätzliche Bürokratie- und Beratungskosten.
- 04Der Bundestag wird aufgefordert, den Entwurf zu überarbeiten.
- 05Die Vorgaben für neue Heizungen sollen ab 2029 CO2-neutrale Brennstoffe einbeziehen.
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Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) hat das vom Bundeskabinett beschlossene Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) scharf kritisiert. NKR-Chef Lutz Goebel äußerte in der "Bild"-Zeitung, dass der Gesetzentwurf als eines der "handwerklich schwächsten und praxisfernsten Vorhaben" der letzten Jahre gilt. Der Text sei in vielen Teilen unverständlich und oft nicht nachvollziehbar für die Betroffenen. Selbst Heizungs-Fachverbände äußern Bedenken hinsichtlich der Umsetzung und der mangelnden Praxistauglichkeit des Gesetzes. Goebel betonte, dass solche Gesetze zur Frustration der Bürger gegenüber dem Staat und der Politik beitragen. Zudem bemängelt der NKR, dass das Gesetz zusätzliche Bürokratie- und Beratungskosten verursacht, da die Aufteilung der Nebenkosten beim Einbau fossiler Heizungen für viele Wohnungseigentümer ohne externe Beratung kaum umsetzbar sei. Der NKR fordert den Bundestag auf, den Entwurf im parlamentarischen Verfahren zu überarbeiten und die Vorschläge von Fachverbänden zu prüfen. Die Vorgabe des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes, dass bei neuen Heizungen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energie eingesetzt werden müssen, bleibt bestehen, während die Möglichkeit des Einbaus neuer Gasheizungen unter bestimmten Bedingungen ab 2029 erhalten bleibt.
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Die Kritik des NKR könnte zu einer Überarbeitung des Gesetzes führen, was die Umsetzung für Wohnungseigentümer erleichtern und zusätzliche Kosten reduzieren könnte.
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