Österreichische Ermittlungen gegen Kriegsverbrecher im Bosnien-Krieg
„Menschen-Safaris“ im Bosnien-Krieg – Jetzt ermittelt Österreich gegen „Wochenend-Scharfschützen“
Image: Welt
Über 30 Jahre nach dem Bosnien-Krieg hat die österreichische Justiz Ermittlungen gegen zwei Verdächtige eingeleitet, die als 'Wochenend-Scharfschützen' Zivilisten in Sarajevo beschossen haben sollen. Diese Ermittlungen wurden durch den Dokumentarfilm 'Sarajevo Safari' angestoßen, der die Rolle von zahlenden 'Kriegstouristen' beleuchtet.
- 01Die Ermittlungen richten sich gegen einen österreichischen Staatsbürger und einen nicht identifizierten Verdächtigen.
- 02Die 'Wochenend-Scharfschützen' sollen zwischen 1993 und 1995 in Sarajevo auf Zivilisten geschossen haben.
- 03Die ehemalige Bürgermeisterin von Sarajevo, Benjamina Karic, erstattete nach dem Dokumentarfilm Anzeige.
- 04Die Reisen dieser Scharfschützen wurden angeblich von einem Unternehmen in Mailand organisiert.
- 05Die ehemalige österreichische Justizministerin Alma Zadic betonte die Notwendigkeit, diese schweren Kriegsverbrechen zu verfolgen.
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Die österreichische Justiz hat Ermittlungen gegen zwei Verdächtige eingeleitet, die als sogenannte 'Wochenend-Scharfschützen' während des Bosnien-Kriegs in den Jahren 1993 bis 1995 auf Zivilisten in Sarajevo geschossen haben sollen. Diese Ermittlungen, die seit dem 25. April laufen, betreffen einen österreichischen Staatsbürger und einen bislang nicht identifizierten Verdächtigen. Die Vorwürfe wurden durch den Dokumentarfilm 'Sarajevo Safari' des slowenischen Regisseurs Miran Zupanic verstärkt, der die Rolle von zahlenden 'Kriegstouristen' beleuchtet, die hohe Summen an die bosnisch-serbischen Streitkräfte gezahlt haben sollen, um Zivilisten zu beschießen. Die ehemalige Bürgermeisterin von Sarajevo, Benjamina Karic, erstattete Anzeige, was zu den aktuellen Ermittlungen führte. Laut dem italienischen Journalisten Ezio Gavazzeni, der in seinem Buch 'I Cecchini del Weekend' über diese Thematik berichtet, stammten die Schützen aus verschiedenen Ländern, darunter Italien, Frankreich, Belgien, die Schweiz, Österreich und Russland. Die ehemalige österreichische Justizministerin Alma Zadic äußerte sich positiv über die Ermittlungen und betonte die Notwendigkeit, diese schweren Kriegsverbrechen zu verfolgen, die in ihrer Grausamkeit kaum vorstellbar seien.
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Die Ermittlungen könnten zu einer rechtlichen Aufarbeitung von Kriegsverbrechen führen, die das Vertrauen in die Justiz und die Aufarbeitung der Vergangenheit stärken.
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