Stahlproduktion in Deutschland: Leichte Erholung, aber keine Trendwende
Billig-Importe belasten weiter: Stahlwerke stellen mehr her - keine nachhaltige Belebung
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Die Stahlproduktion in Deutschland stieg im ersten Quartal um 9% auf 9,3 Millionen Tonnen, bleibt jedoch unter der kritischen Schwelle von 40 Millionen Tonnen für eine gesunde Kapazitätsauslastung. Branchenexperten warnen vor anhaltenden strukturellen Nachfrageschwächen und hohem Importdruck.
- 01Stahlproduktion in Deutschland stieg um 9% im ersten Quartal.
- 02Jährliche Hochrechnung ergibt eine Produktion von 37 Millionen Tonnen.
- 03Die kritische Schwelle für gesunde Kapazitätsauslastung liegt bei 40 Millionen Tonnen.
- 04Nachfrage in wichtigen Abnehmerbranchen bleibt gedämpft.
- 05Hoher Importdruck aufgrund globaler Überkapazitäten im Stahlsektor.
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Im ersten Quartal 2023 verzeichnete die Stahlproduktion in Deutschland einen Anstieg um 9% im Vergleich zum Vorjahr, was einer Gesamtmenge von 9,3 Millionen Tonnen entspricht. Trotz dieser leichten Erholung warnt die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl), dass dies keine nachhaltige Trendwende darstellt. Die Produktionsmenge bleibt mit einer hochgerechneten Jahresproduktion von 37 Millionen Tonnen weiterhin unter der kritischen Schwelle von 40 Millionen Tonnen, die für eine gesunde Kapazitätsauslastung erforderlich ist. Die Rohstahlproduktion war 2025 mit 34,1 Millionen Tonnen historisch niedrig, was an vergleichbaren Werten während der globalen Finanzkrise 2009 erinnert. Die Nachfrage in wichtigen Abnehmerbranchen wie der Automobilindustrie und dem Maschinenbau bleibt gedämpft, was die Marktversorgung stabilisiert, jedoch hauptsächlich durch Lageraufbau und nicht durch eine tatsächliche Nachfragebelebung. Zudem wird die Situation durch einen anhaltend hohen Importdruck verschärft, bedingt durch wachsende globale Überkapazitäten im Stahlsektor.
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Die anhaltende Schwäche in der Stahlproduktion könnte zu Arbeitsplatzverlusten in der Branche führen und die Preise für Stahlprodukte stabil halten oder erhöhen.
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