Bundeswehr plant Rückkehr zur verpflichtenden Reservepflicht unter Verteidigungsminister Pistorius
Pistorius plant Rückkehr der Reservepflicht

Image: Der Spiegel
Verteidigungsminister Boris Pistorius strebt eine Rückkehr zur verpflichtenden Teilnahme an Reserveübungen an, um die Bundeswehr zu stärken. Alle ehemaligen Wehrdienstleistenden unter 45 Jahren sollen zu regelmäßigen Übungen verpflichtet werden. Das Gesetz soll im Juli beschlossen werden, um die Einsatzbereitschaft der Reserve zu erhöhen.
- 01Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Männer und Frauen, die weniger als ein Jahr Wehrdienst geleistet haben und jünger als 45 Jahre sind, zu Übungen verpflichtet werden.
- 02Reservisten mit mehr als einem Jahr Dienst oder Berufs- und Zeitsoldaten können bis zum 65. Lebensjahr zu Übungen herangezogen werden.
- 03Die Bundesregierung plant, das Gesetz Anfang Juli 2024 zu beschließen, um die nationale Sicherheit zu stärken.
- 04Aktuell nehmen nur etwa 40.000 von 60.000 Reservisten regelmäßig an Übungen teil, was die Ambitionen der Bundeswehr nicht erfüllt.
- 05Die Rückkehr zur Reservepflicht soll die Altersstruktur der Reservisten verbessern, da ein Drittel bereits über 50 Jahre alt ist.
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Verteidigungsminister Boris Pistorius plant die Einführung verpflichtender Reserveübungen für ehemalige Wehrdienstleistende, um die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr zu erhöhen. Der Referentenentwurf für das Reservestärkungsgesetz, der dem SPIEGEL vorliegt, sieht vor, dass alle Männer und Frauen, die weniger als ein Jahr Wehrdienst geleistet haben und unter 45 Jahre alt sind, zu regelmäßigen Übungen herangezogen werden können. Diese Übungen sollen zwei Wochen im Jahr oder alle zwei Jahre stattfinden. Zudem können Reservisten, die länger als ein Jahr Dienst geleistet haben, bis zum 65. Lebensjahr verpflichtet werden. Das Gesetz soll im Juli beschlossen werden, um die Verfügbarkeit der Reserve zu gewährleisten, die für die nationale Sicherheit und gesellschaftliche Resilienz von großer Bedeutung ist. Aktuell sind viele Reservisten über 50 Jahre alt, was die Notwendigkeit für eine Reform unterstreicht. Pistorius strebt an, die Bundeswehr bis Mitte der 2030er-Jahre auf 265.000 aktive und 200.000 Reservisten zu erhöhen, wobei letztere hauptsächlich für Heimatschutzaufgaben eingesetzt werden sollen.
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Die Einführung der Reservepflicht könnte die Anzahl der aktiven Reservisten erhöhen und deren Einsatzbereitschaft verbessern.
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