Einblicke in das St. Pauli der 1970er Jahre: Michael Ehnerts Roman über die Polizeiwache 16
„Wenn die kamen, dann war Ruhe im Karton. Alle wussten, die langen auch mal zu“
WeltImage: Welt
Michael Ehnert, Schauspieler und Autor, hat einen Roman über die Polizeiwache 16 in St. Pauli, Hamburg, in den 1970er Jahren geschrieben. Der Roman beleuchtet die rauen Lebensbedingungen und die komplexe Beziehung zwischen Polizei und Bürgern in einem Viertel, das für seine Extreme bekannt war.
- 01Der Roman spielt in den 1970er Jahren und thematisiert die Polizeiwache 16 in St. Pauli.
- 02Ehnert beschreibt das Viertel als rau, aber auch lebendig und vielfältig.
- 03Die Polizeiarbeit damals war geprägt von einem anderen Verständnis von Ordnung und Respekt.
- 04Ehnert reflektiert über die Ambivalenz der Polizeiarbeit und den Handlungsspielraum der Beamten.
- 05Die Reeperbahn wird als kulturelles Experimentierfeld und nicht nur als Rotlichtviertel dargestellt.
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Michael Ehnert hat mit seinem Roman „Hamburg, Wache 16“ ein eindrucksvolles Bild des St. Pauli der 1970er Jahre gezeichnet, das die Polizeiwache 16 in den Mittelpunkt stellt. Diese Wache, weniger bekannt als die Davidwache, spielte eine zentrale Rolle im Viertel, das von Gewalt, Drogen und einem rauen Lebensstil geprägt war. Ehnert, der als Sohn eines Polizisten aufwuchs, beschreibt die Wache als einen Ort, an dem die Polizisten mit einer Mischung aus Druck und Respekt agierten. Sie waren oft wie Western-Sheriffs, die bereit waren, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Gleichzeitig zeigt Ehnert Sympathie für die Beamten, die sich in schwierigen Situationen engagierten, etwa bei Notfällen mit vulnerablen Personen. Der Roman ist nicht nur eine Erzählung über die Polizeiarbeit, sondern auch ein Sittengemälde des Lebens in einem Viertel, das für seine kulturelle Vielfalt und seine besonderen Menschen bekannt ist. Ehnert betont, dass die Reeperbahn nicht nur ein Ort des Nachtlebens ist, sondern auch ein gesellschaftliches Experimentierfeld, das für Freiheit und Kreativität steht.
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Der Roman bietet Einblicke in die Vergangenheit von St. Pauli und regt zur Reflexion über die Entwicklung der Polizeiarbeit und des gesellschaftlichen Lebens im Viertel an.
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