Ayse Bugra über die Inhaftierung ihres Mannes Osman Kavala und die Lage in der Türkei
„Seine Inhaftierung dient dazu, die türkische Zivilgesellschaft einzuschüchtern“
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Ayse Bugra, die Frau des inhaftierten türkischen Unternehmers Osman Kavala, spricht über die schwierigen Haftbedingungen ihres Mannes und die politischen Umstände seiner Verhaftung. Sie betont, dass seine Inhaftierung die türkische Zivilgesellschaft einschüchtern soll und fordert mehr internationale Aufmerksamkeit für Menschenrechte in der Türkei.
- 01Osman Kavala ist seit achteinhalb Jahren inhaftiert, ohne klare juristische Gründe für seine Verhaftung.
- 02Die Inhaftierung dient der Kriminalisierung der Gezi-Proteste von 2013 und der Einschüchterung der Zivilgesellschaft.
- 03Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat 2019 die Freilassung von Kavala angeordnet, doch die Türkei ignoriert dieses Urteil.
- 04Ayse Bugra hofft auf eine stärkere Betonung der Menschenrechte in den internationalen Beziehungen, insbesondere von europäischen Staaten.
- 05Die wirtschaftliche Lage in der Türkei ist angespannt, mit hoher Inflation und wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung.
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Ayse Bugra, die Frau des inhaftierten türkischen Unternehmers Osman Kavala, nahm den Liberal International Prize for Freedom in Berlin entgegen. Ihr Mann ist seit achteinhalb Jahren inhaftiert, ohne dass die Gründe dafür klar sind. Bugra beschreibt die schwierigen Haftbedingungen, die sich nach dem Urteil verschärft haben, und betont, dass Kavala psychisch stark bleibt, indem er viel liest und mit ihr über Bücher kommuniziert. Sie erklärt, dass seine Inhaftierung dazu dient, die Gezi-Proteste von 2013 nachträglich zu kriminalisieren und die türkische Zivilgesellschaft einzuschüchtern. Bugra kritisiert die türkische Regierung unter Recep Tayyip Erdoğan, die Kavala als Bedrohung sieht, obwohl er kein Politiker ist und seine Arbeit in der Zivilgesellschaft transparent war. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte bereits 2019 die Freilassung Kavala angeordnet, doch die Türkei hat dieses Urteil ignoriert. Bugra fordert mehr politischen Druck aus Europa, um die Menschenrechte in den internationalen Beziehungen zu betonen. Sie weist darauf hin, dass die wirtschaftliche Lage in der Türkei angespannt ist, was die Unzufriedenheit der Bevölkerung verstärkt. Bugra appelliert an die Deutschen, die türkische Bevölkerung nicht mit der Regierung gleichzusetzen und den Dialog zu suchen.
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Die fortdauernde Inhaftierung von Osman Kavala hat Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit und die Zivilgesellschaft in der Türkei, was auch internationale Reaktionen hervorrufen könnte.
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