Zunehmender Antisemitismus in London: Bürgerwehr und Politik im Fokus
„Judenhass ist außer Kontrolle“ – Die großen Zweifel, ob London einen Plan gegen die Gewalt hat
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Ein Messerangriff auf zwei Juden in Golders Green, einem Viertel im Norden Londons, hat die Besorgnis über den ansteigenden Antisemitismus in Großbritannien verstärkt. Premierminister Keir Starmer und die Polizei bezeichnen den Vorfall als Terrorakt, während die jüdische Gemeinschaft sich zunehmend selbst organisiert, da sie sich nicht ausreichend vom Staat geschützt fühlt.
- 01Ein 45-jähriger Mann stach in Golders Green auf zwei jüdische Männer ein.
- 02Die islamistische Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiyya bekannte sich zu dem Angriff.
- 03Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Großbritannien hat 2025 einen Höchststand erreicht.
- 04Die britische Regierung wird für ihre mangelnden Maßnahmen gegen Antisemitismus kritisiert.
- 05Die jüdische Gemeinschaft in London organisiert sich zunehmend selbst zur Sicherheit.
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Am Mittwochmorgen wurde ein 45-jähriger Mann in Golders Green, einem Viertel im Norden Londons, festgenommen, nachdem er zwei jüdische Männer mit einem Messer angegriffen hatte. Moshe Shine, 76, und Shilome Rand, 34, überlebten den Angriff nur knapp. Premierminister Keir Starmer bezeichnete den Vorfall als antisemitischen Terroranschlag, während die islamistische Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiyya (HAYI) sich auf Telegram zu dem Angriff bekannte. Dieser Vorfall ist der zweite als Terrorakt eingestufte Angriff auf die jüdische Gemeinschaft innerhalb von sieben Monaten. Die Zahlen für antisemitische Vorfälle in Großbritannien sind alarmierend: Im Jahr 2025 wurden bereits über 3700 Vorfälle gemeldet, was den zweithöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen darstellt. Die jüdische Gemeinschaft in London, die etwa 15.000 Mitglieder zählt, sieht sich zunehmend gezwungen, eigene Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, da sie sich vom Staat nicht ausreichend geschützt fühlt. Premierminister Starmer hat auf die Notwendigkeit hingewiesen, den Extremismus und Antisemitismus anzugehen, jedoch bleibt unklar, welche konkreten Maßnahmen er plant. Die britische Regierung steht unter Druck, insbesondere nach der Weigerung, die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen, was von vielen als unzureichend angesehen wird. Die Situation in Golders Green ist symptomatisch für eine breitere Krise des Antisemitismus in Großbritannien, die von der jüdischen Gemeinschaft als nationaler Notstand wahrgenommen wird.
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Die jüdische Gemeinschaft in London sieht sich einem erhöhten Risiko ausgesetzt, was zu einem verstärkten Bedürfnis nach Selbstschutz und Sicherheitsmaßnahmen führt.
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