Stellenabbau in der deutschen Industrie: Über 340.000 Jobs verloren
Stellenabbau in der Industrie hält an – mehr als 340.000 Jobs verschwunden
Image: Welt
Trotz eines leichten Umsatzanstiegs im ersten Quartal 2026 bleibt der Stellenabbau in der deutschen Industrie unvermindert. Laut einer Studie von EY sind seit 2019 über 340.000 Industriejobs verloren gegangen, wobei die Automobilindustrie am stärksten betroffen ist. Die Unsicherheit bleibt aufgrund geopolitischer Konflikte und Handelsstreitigkeiten hoch.
- 01Ende des ersten Quartals 2026 lag die Zahl der Beschäftigten in der Industrie um 127.300 oder 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
- 02Seit 2019 sind 341.500 Industriejobs verloren gegangen, was einem Rückgang von über sechs Prozent entspricht.
- 03In der Automobilindustrie ist jeder siebte Arbeitsplatz seit 2019 verschwunden, mit einem Verlust von 32.000 Jobs im letzten Jahr.
- 04Die Textilindustrie verzeichnete einen Rückgang von rund 22 Prozent der Arbeitsplätze seit 2019.
- 05Die Chemie- und Pharmaindustrie sind die einzigen Sektoren, die seit 2019 mit einem Anstieg der Beschäftigung von drei Prozent gegensätzlich zum Trend stehen.
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Die aktuelle Analyse des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY zeigt, dass der Stellenabbau in der deutschen Industrie trotz eines leichten Umsatzanstiegs im ersten Quartal 2026 anhält. Die Zahl der Beschäftigten ist um 127.300 oder 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was insgesamt zu einem Verlust von 341.500 Industriejobs seit 2019 führt. Besonders stark betroffen ist die Automobilindustrie, in der seit 2019 jeder siebte Arbeitsplatz verloren ging. Der Umsatz der Industrie stieg jedoch um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, was möglicherweise auf eine Trendwende hindeutet, obwohl viele Branchen weiterhin mit Rückgängen kämpfen. EY-Experte Jan Brorhilker weist darauf hin, dass geopolitische Konflikte und Handelsstreitigkeiten das Vertrauen in den Standort Deutschland beeinträchtigen. Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Unterstützung der Industrie zeigen bislang kaum Wirkung, und es wird mit weiteren Jobverlusten gerechnet, da viele Unternehmen über Kapazitäten verfügen und möglicherweise ganze Werke schließen müssen.
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Die anhaltenden Jobverluste in der Industrie könnten zu einer Erhöhung der Arbeitslosigkeit und einer verringerten Kaufkraft der Beschäftigten führen.
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