Wiederentdeckung von NS-Raubkunst: Ein Gemälde aus dem Besitz eines jüdischen Kunsthändlers
NS-Raubkunst-Funde: „Es wurde geraubt, erzähl' niemandem davon“
Frankfurther Allgemeine Zeitung
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Ein Gemälde des jüdischen Kunsthändlers Jacques Goudstikker, das jahrzehntelang im Besitz einer Enkelin eines niederländischen Kollaborateurs war, wird als NS-Raubkunst identifiziert. Der Detektiv Arthur Brand hat das Bild entdeckt, das nun restituiert werden soll. Die Entdeckung wirft Fragen zur Restitution von Raubkunst auf.
- 01Das Gemälde wurde von Jacques Goudstikker geraubt und war jahrzehntelang im Besitz einer Enkelin eines Kollaborateurs.
- 02Der Detektiv Arthur Brand entdeckte das Bild und plant dessen Restitution.
- 03Die NS-Kunstraubgeschichte ist nach wie vor ein weit verbreitetes Problem, mit über 87.000 erfassten Objekten.
- 04Restitutionen sind im privaten Kunsthandel weniger reguliert als in Museen.
- 05Die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ist oft weniger fortgeschritten im familiären Kontext.
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Ein kürzlich entdecktes Gemälde, das einst dem jüdischen Kunsthändler Jacques Goudstikker gehörte, ist ein weiteres Beispiel für die anhaltende Problematik von NS-Raubkunst. Das Bild, das in den Niederlanden bei einer Enkelin eines niederländischen Kollaborateurs hing, wurde von Detektiv Arthur Brand aufgespürt. Laut einem anonymen Informanten aus der Familie soll die Enkelin gesagt haben, dass das Gemälde unverkäuflich sei und niemand davon erfahren solle. Goudstikker musste während des Zweiten Weltkriegs etwa 1400 Kunstwerke zurücklassen, die von NS-Funktionären geraubt wurden. Die Rückgabe von Raubkunst bleibt ein massenhaftes Problem, da über 87.000 Objekte in der „Lost Art“-Datenbank erfasst sind. Die jüngste Entdeckung eines weiteren Goudstikker-Gemäldes in Argentinien zeigt, dass die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit noch lange nicht abgeschlossen ist. Im Gegensatz zu Museen sind private Sammler nicht verpflichtet, ihre Bestände auf NS-Raubgut zu überprüfen, was die Restitution erschwert. Die Schatten der Vergangenheit sind weiterhin präsent, und die aktive Auseinandersetzung mit der Herkunft von Kunstwerken bleibt entscheidend.
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Die Entdeckung und Restitution von NS-Raubkunst könnte das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in der Gesellschaft schärfen.
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