Frankreich und Deutschland intensivieren Gespräche zur nuklearen Abschreckung
Sicherheitsberater Sautter dabei: Paris und Berlin beraten offenbar über nukleare Abschreckung
Image: Ntv
Frankreich und Deutschland haben Gespräche über eine engere Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung aufgenommen. Sicherheitsberater Günter Sautter reiste nach Paris, um an den Gesprächen teilzunehmen. Eine 'nukleare Lenkungsgruppe' wurde bereits im März 2023 eingerichtet, um strategische Details zu klären.
- 01Die 'nukleare Lenkungsgruppe' wurde im März 2023 von Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron gegründet.
- 02Frankreich ist die viertgrößte Atommacht mit 290 Atomwaffen, nach Russland, den USA und China.
- 03Deutschland plant, an französischen Nuklearübungen teilzunehmen, zunächst in einer Beobachterrolle.
- 04Die Gespräche in Paris beinhalten auch die Möglichkeit, dass die Bundeswehr konventionelle Unterstützung bei Nuklearübungen leisten könnte.
- 05Ein weiteres Treffen der deutsch-französischen Gruppe ist noch vor der Sommerpause in Deutschland geplant.
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Frankreich und Deutschland haben begonnen, ihre Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Abschreckung zu vertiefen. Der Sicherheitsberater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, reiste nach Paris, um an den ersten Gesprächen teilzunehmen. Diese Gespräche folgen der Gründung einer 'nuklearen Lenkungsgruppe' im März 2023 durch Merz und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Der Fokus liegt auf der strategischen Zusammenarbeit und der Vorbereitung auf mögliche Krisenszenarien. Macron hatte bereits das Konzept der 'vorwärtsgerichteten Abschreckung' vorgestellt, das den Einsatz strategischer Streitkräfte in Europa umfasst. Die Bundeswehr wird voraussichtlich an den französischen Nuklearübungen teilnehmen, zunächst in einer Beobachterrolle, mit der Möglichkeit, später Unterstützung zu leisten, jedoch nicht direkt in Verbindung mit Atomwaffen. Frankreich bleibt nach dem EU-Austritt Großbritanniens 2020 die einzige Atommacht in der EU, mit insgesamt 290 Atomwaffen, wie das Friedensforschungsinstitut Sipri berichtet.
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Die intensivere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich im Bereich der nuklearen Abschreckung könnte Auswirkungen auf die Sicherheitsarchitektur in Europa haben.
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