Mediensucht bei Jugendlichen: Ein wachsendes Problem in der digitalen Ära
"Ich hatte keine Freunde": Wenn Mediensucht Jugendliche aus dem Alltag reißt

Image: Ntv
Die Mediensucht unter Jugendlichen, insbesondere während der Corona-Pandemie, hat alarmierende Ausmaße angenommen. Viele Jugendliche verbringen Stunden vor Bildschirmen, was zu sozialen Isolationen und Vernachlässigung alltäglicher Aufgaben führt. Therapiemöglichkeiten wie die am Klinikum Nürnberg zeigen Erfolge, indem sie den Betroffenen helfen, ein ausgewogenes Leben zu führen.
- 01Jonas, ein 17-Jähriger, begann während der Corona-Pandemie exzessiv zu spielen und hatte keine sozialen Kontakte außerhalb der digitalen Welt.
- 02Die Klinik für Psychiatrie in Nürnberg hat etwa 80 Jugendliche mit riskantem Mediennutzungsverhalten behandelt, wobei der Großteil ambulant behandelt wurde.
- 03Ein Großteil der betroffenen Jugendlichen sind Jungen im Alter von 14 bis 15 Jahren, oft mit ADHS oder sozialen Ängsten.
- 04Das stationäre Programm in Berchtesgaden hat bereits 50 Jugendliche behandelt, von denen zwei Drittel die Schule schwänzten, um digitale Medien zu konsumieren.
- 05Experten fordern eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung für den Jugendschutz, während Jonas skeptisch gegenüber Altersbeschränkungen für soziale Medien ist.
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Die Mediensucht unter Jugendlichen hat in den letzten Jahren, besonders während der Corona-Pandemie, stark zugenommen. Jonas, ein 17-Jähriger, berichtet von seiner Erfahrung, die durch eine Therapie am Klinikum Nürnberg verbessert wurde. Dort wird Jugendlichen geholfen, ihre Mediennutzung zu kontrollieren und soziale Kontakte wiederherzustellen. Psychologen wie Philipp Martzog betonen, dass vor allem Jungen im Alter von 14 bis 15 Jahren betroffen sind, häufig mit zusätzlichen psychischen Problemen wie ADHS oder sozialen Ängsten. In der Klinik Schönsicht in Berchtesgaden wurde ein stationäres Programm für Jugendliche entwickelt, das ihnen helfen soll, ihre Emotionen zu regulieren und ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Trotz der positiven Ansätze bleibt die Herausforderung, dass eine totale Abstinenz von digitalen Medien in der heutigen Gesellschaft kaum möglich ist. Experten fordern eine stärkere gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit Mediensucht, während Jonas skeptisch gegenüber politischen Maßnahmen wie Altersbeschränkungen ist.
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Die Mediensucht hat Auswirkungen auf das soziale Leben und die schulische Leistung von Jugendlichen, was zu einem erhöhten Bedarf an Therapieeinrichtungen führt.
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